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Alten- und Service-Zentrum Au

Die neuen alten Tricks der Betrüger - die Polizei informiert!

München, 06.05.2021

Die neuesten Zahlen der Kriminalstatistik sprechen eine deutliche Sprache: die bei der Polizei bekannt gewordenen Callcenter-Betrügereien sind um 90 % auf nun 6.113 Delikte angestiegen. Auch der Wohnungszugangstrick, z.B. der falsche Handwerker, hat sich nahezu verdoppelt. Die Gauner scheinen sich auch durch Corona nicht von ihrem rücksichtslosen Tun abbringen zu lassen.

Es gibt trotz allem aber auch gute Nachrichten: die Täter kommen vor allem am Telefon nur in Ausnahmefällen zum Erfolg, an der Haustüre bleibt etwa die Hälfte im Versuch stecken. Die Schäden sind leider sehr hoch, beim Callcenterbetrug liegt der Vermögensschaden bei über 4.000.000 Euro!

Die Täter gehen nach wir vor nach den bekannten Mustern vor. Das Telefon klingelt, und auf der Rufnummernanzeige erscheint die „110“. Der Anrufer stellt sich als Polizist vor und berichtet von einer Festnahme eines Einbrechers, der Notizen mit Name und Adresse der Angerufenen bei sich hatte. Aufgrund dieser Tatsache sei die Wohnung stark einbruchsgefährdet. Zur Sicherheit würde die Polizei Bargeld und Schmuck abholen und am Revier sicher verwahren. Wenn kein Bargeld im Haus ist, sondern auf der Bank liegt wird die Geschichte weitergesponnen und vor einer Mittäterschaft der Bankmitarbeiter gewarnt, die das Geld verschwinden lassen oder bei einer Auszahlung Falschgeld übergeben.

Hier gilt: lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! Die Polizei nimmt Ihre Wertgegenstände nicht in Verwahrung oder fordert Bargeld von Ihnen! Unterbrechen Sie das Telefonat und legen Sie auf! Rufen Sie selbst den Notruf „110“!

Bleiben Sie auch vorsichtig, wenn sich angebliche Verwandte bei Ihnen melden und Sie um Geld bitten, fast immer einen sehr hohen Betrag. Überlegen Sie sich eine Fangfrage, die nur der echte Verwandte richtig beantworten kann. Im Zweifel legen Sie auf und verständigen Sie sofort die Polizei über den Notruf „110“.

An der Wohnungstür berichtet ein Handwerker von einem akuten Wasserschaden, der schnell behoben werden muss. Die so überrumpelten Bewohner werden hektisch von Wasserhahn zu Wasserhahn geschickt, während meist ein zweiter Täter unbemerkt in die Wohnung gelangt und alles mitnimmt, was für ihn von Wert erscheint.

Lassen Sie sich auch hier nicht unter Druck setzen! Lassen Sie nur Handwerker in die Wohnung, die Sie selbst bestellt haben! Hinterfragen Sie den angeblichen Schaden telefonisch beim Hausmeister oder bei der Hausverwaltung! Rufen Sie im Zweifel die Polizei über den Notruf „110“.

Bleiben Sie auch vorsichtig bei angeblichen Lotteriegewinnen, die Ihnen per Post oder Email zugeschickt werden! Überlegen Sie, ob Sie gespielt haben! Gewinne, für die Sie zunächst finanziell in Vorleistungen gehen sollen, sind keine Gewinne sondern Betrug!

Gesundes Misstrauen ist nicht unhöflich!

Wenden Sie sich im Zweifel an Ihre Polizei!

von Alten- und Service-Zentrum Au

Ansprechpartner/-in

Sibylle Schill

Dipl. Sozialpädagogin (FH) Alten- und Service-Zentrum Au